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Stummfilmkonzert

'Metropolis', gedreht 1927 von Fritz Lang ist ein überaus sehenswerter Film (http://www.imdb.com/title/tt0017136/). Es wurde vorgestern im Babylon eine neu überarbeitete Version gezeigt. Der Film wurde nach der Uraufführung erst einmal um drastische 1000 m gekürzt, es existiert daher und natürlich aufgrund des Alters des Films keine wirkliche Originalversion mehr. Das was wir gesehen haben, war das Ergebnis einer Zusammenarbeit verschiedener Filmarchive in der Welt. Das Produkt war etwas über zwei Stunden lang und absolut faszinierend. Meinen Respekt hab ich auch vor dem Pianisten, der die gesamte Zeit den Film live begleitet hat.
'Metropolis' handelt von einer Zukunft, in der eine Arbeiterklasse unter der Erde haust ('Hand') und die Denker ('Geist'), die überirdisch wohnen. Ein Sohn von oben verliebt sich in eine Tochter von unten und am Ende versöhnen sie Beide die Klassen, ohne die grundlegenden Strukturen zu ändern. Was den Film so faszinierend macht, ist nicht wirklich diese Lebesgeschichte. Es sind die Ideen, die Fritz Lang umgesetzt hat. Die Vision einer Zukunft, die in vielen anderen Filmen kopiert wurde - ganz vorne weg 'Das 5. Element'. Und es sind die Schauspieler, auch wenn sie nicht mehr unserem Idealen entsprechen, welche sich im Laufe der letzten Jahrzehnte erheblich gewandelt haben, so zeigen sie ein schauspielerisches Können, wie es eher selten in heutigen Filmen zu finden ist. Gezwungen dazu ohne Stimme zu arbeiten, wird Gestik und Mimik verstärkt, teilweise bis zu dem Grad, dass es für einen heute komisch wirken kann - wenn man sich nicht offenen Geistes darauf einlässt.
Ich habe es schon im Filmmuseum festgestellt und es ist mir hier auch wieder aufgefallen. Bei bestimmten Bewegungen, teilweise nur eine Kopfhaltung, sah ich heutige Darsteller. Vielleicht wage ich mich hier zu weit aus dem Fenster (obowhl was solls ), aber es scheint mir doch, dass die wirklich guten Schauspieler Vorbilder in diesen frühen haben. Bei Charlie Chaplin weiß man ja auch, dass er vielen als Vorbild dient, was auch Sinn macht. Und doch ist es erstaunlich einen solchen Film zu sehen und dabei eine Überlagerung mit Bildern zu haben aus der heutigen Zeit. Auch wenn absolut logisch, ist es ein seltsames Gefühl, aber kein schlechtes .

Bis zum nächsten Mal
love Sina
2.2.06 11:50
 



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