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Freunde

Was macht Freundschaft aus? In den letzten Wochen hatte ich viele sehr gute Gespräche mit einigen wenigen Freunden, in denen wir dieses Thema besprochen haben. Ich kann an dem Punkt nicht leugnen, dass es überwiegend Frauen waren und sich hier bestätigt, dass wir Frauen immer über alles reden müssen. Ich denke aber auch, dass gerade das Thema Freundschaft wichtig ist und darüber geredet werden muss. Wir leben nicht mehr in einem kleinen Dorf. Freunde gehen weg, teilweise so weit weg, dass der Kontakt spärlich wird. Was unterscheidet dann die Freundschaften, die solche Entfernungen aushalten von denen, die daran auseinanderbrechen? Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel hier, wie bei den meisten zwischenmenschlichen Beziehungen, darin, dass man redet. Den Mund öffnet und über die Beziehung zueinander spricht. Wir sind alle sehr gut darin, Masken zu tragen und wenn man nicht aufpasst, wird das eigentliche Wesen, der ursprüngliche Charakter hinter sovielen Masken versteckt, dass er nicht wieder aufzufinden ist. Und wer will mit jemandem befreundet sein, der selber nicht mehr weiß, wer er ist?
Es ist nicht einfach ehrlich zu sich selber zu sein. Es ist wohl das schwierigste, sich seinen eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten zu stellen und sie irgendwann auch zu akzeptieren. Ich denke aber auch, dass der Weg dort hin einfacher wird, wenn man ihn nicht alleine geht. Wenn man einige wenige Menschen hat, die einen begleiten. Mit denen man immer und immer wieder darüber sprechen kann. Die einem helfen, wenn man dabei ist ein schwarzes Loch zu fallen. Die einem sagen, was ihnen an einem nicht passt. Die einfach, schlicht und ergreifend, einem ehrlich ins Gesicht sagen was sie denken. Dann kann man viel lernen, über sich selber und über den anderen und über die Beziehung zueinander. Und man kann auf dem Wege eine Freundschaft erarbeiten, und es ist harte Arbeit über viele Steine, die auch dann hält, wenn alles andere auseinander zu brechen scheint.
Das sind die Menschen, mit denen ich befreundet sein will. Das sind die Menschen mit denen ich befreundet bin. Natürlich gibt es auch Freunde/ Kumpels mit denen es Spaß macht, mal wegzugehen. Aber es sind nicht die Menschen, die ich anrufe, wenn ich das Gefühl habe, dass alles kaputt geht. Es sind nicht die Menschen, für deren Freundschaft ich arbeite und kämpfe und für die ich alles stehen und liegen lassen würde, wenn sie mich wirklich brauchen. Aber auch das ist in Ordnung. Es ergibt ein Gleichgewicht, welches zumindest meine Person dringend zum Leben braucht. Es ist gut sich ab und an zurückzuziehen, vor allem, wenn es sovieles gibt, dass alle Energie benötigt, wie zur Zeit bei mir mit der Dissertation. Und dich stelle ich fest, dass es zum Glück auch einige wenige Menschen gibt, Freunde, die aufpassen, dass ich nicht zu sehr abrutsche. Die behutsam darauf achten, dass Gleichgewicht zu halten. Die da sind, wenn es mir schlecht geht und es doch respektieren, wenn ich meine Ruhe mal brauche.
Euch danke ich für Eure Freundschaft!!!
8.2.06 12:45
 
s



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